Genau diese Position macht den Gondelkopf zur begehrtesten Platzierung im stationären Handel: Produkte, die hier stehen, verkaufen sich deutlich besser als an ihrem regulären Regalplatz. Die entscheidende Frage für Marken ist deshalb nicht ob, sondern wie sie diesen Platz nutzen – und aus welchem Material das Display gefertigt sein sollte.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum der Gondelkopf so wirkungsvoll ist, wann sich ein hochwertiges Display aus Holz gegenüber einem kurzlebigen Pappaufsteller rechnet und worauf es bei Konstruktion, Branding und Technik-Integration ankommt.
Der Gondelkopf liegt am Ende eines Sortimentsgangs, meist direkt am Hauptgang. Jede Kundin und jeder Kunde, die den Markt durchqueren, passieren ihn zwangsläufig – noch bevor die eigentliche Einkaufsliste abgearbeitet ist. Damit ist der Gondelkopf zugleich Blickfang, Wegweiser und Schaufenster für den dahinterliegenden Gang.
Diese exponierte Lage zahlt sich messbar aus. Branchenübergreifend gilt: Produkte an der Regalstirnseite erzielen einen Absatz, der vier- bis zwölfmal höher ist als bei einer normalen Regalplatzierung (Quelle: display Magazin). Das erklärt, warum die Stirnseite die Wunschplatzierung zahlreicher Markenartikler ist – und warum Handelspartner diese knappen Plätze nur an überzeugend gestaltete Displays vergeben.
Hinzu kommt ein zweiter, oft unterschätzter Hebel: Ein großer Teil der Kaufentscheidungen fällt erst im Geschäft. Zwar kaufen Shopper heute geplanter ein als früher – nach Daten von YouGov wurden 2024 weniger als 50 % der Kaufentscheidungen am Point of Sale getroffen, gegenüber rund 70 % im Jahr 2010.
Entscheidend ist aber: Die finale Marken- und Produktwahl fällt häufig erst am Regal – und Produktdesign sowie Präsentation am Point of Sale sind dabei wirksame Trigger (GS1 Germany/YouGov). Wer den Gondelkopf richtig bespielt, beeinflusst genau diese Entscheidung im entscheidenden Moment.
So attraktiv der Gondelkopf ist, so begrenzt ist er. In einem Markt gibt es nur wenige Stirnseiten, aber viele Marken, die dort stehen möchten. Das hat zwei Konsequenzen:
Für Marken bedeutet das: Es reicht nicht, irgendein Display zu platzieren. Die Stirnseite muss inszeniert werden – mit einer Gestaltung, die Aufmerksamkeit erzeugt, die Verweildauer erhöht und die Markenwelt erlebbar macht.
| Kriterium | Holz | Metall | Pappe / Wellpappe |
|---|---|---|---|
| Wertanmutung | sehr hoch, hochwertig & natürlich | funktional, neutral | abhängig vom Druck, eher kurzlebig |
| Lebensdauer | mehrere Jahre / viele Kampagnen | sehr lang, aber starr | wenige Wochen, eine Aktion |
| Traglast (schwere Ware) | hoch, statisch optimierbar | sehr hoch | begrenzt |
| Individualität / Branding | sehr hoch (UV-Druck, Gravur, Brandstempel) | gering, meist Systemware | hoch im Druck, aber flach |
| Nachhaltigkeit | nachwachsend, FSC, recycelbar | langlebig, energieintensiv | recycelbar, aber häufiger Neukauf |
| Ideal für | permanente & wiederkehrende Markenpräsenz | dauerhafte Systemlösungen | kurzfristige Einzelaktionen, Tests |
Ein Gondelkopf-Display ist die Warenpräsentation an der Stirnseite einer Regalgondel im Einzelhandel – also am Kopfende eines Einkaufsgangs. Da diese Fläche direkt am Hauptgang liegt und von nahezu allen Kunden passiert wird, bietet sie die höchste Sichtbarkeit im gesamten Markt.
Branchenübergreifend erzielen Produkte an der Regalstirnseite einen Absatz, der vier- bis zwölfmal höher liegt als bei einer regulären Regalplatzierung. Die genaue Steigerung hängt von Produkt, Gestaltung, Beleuchtung und Handelsumfeld ab.
Holz vereint Wertanmutung, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Es setzt im Umfeld aus Metallregalen und Pappaufstellern einen bewussten Kontrast, strahlt Qualität aus und übersteht – anders als Pappe – mehrere Kampagnen. Damit ist es über den Lebenszyklus oft die wirtschaftlichere Wahl.
Ja. Wir integrieren auf Wunsch unsichtbare LED-Beleuchtung, Scannerschienen oder sogar einen Kühlschrank – etwa für Getränkemarken. So wird der Gondelkopf zu einer autarken Verkaufsstation.
Ja. Wir fertigen passgenau für gängige Regalplätze, zum Beispiel kompatibel zu Tegometall, sodass sich das Display nahtlos in die bestehende Ladeneinrichtung einfügt.
Wir fertigen bereits ab Stückzahl eins. Das ist ideal für saisonale Aktionen, regionale Tests oder eine begrenzte Erstplatzierung, bevor Sie in die Fläche gehen.
Ja. Durch unsere Fertigung in Deutschland können wir individuelle Gondelkopf-Displays auch für kurzfristige Sonderangebote oder Aktionswaren zeitnah umsetzen.
Quellen
Gondelkopf-Wirkung (4- bis 12-facher Abverkauf): display Magazin / display Verlag — „Gondelkopf – Wunschplatzierung jeder Marke". display.de/gondelkopf-wunschplatzierung-jeder-marke
Kaufentscheidung am POS (2024 unter 50 %, 2010 rund 70 %): YouGov — „Einkaufen mit Intention: Wie bewusste Entscheidungen das FMCG-Verhalten in der DACH-Region prägen" (Juni 2025). business.yougov.com
Produktdesign & Präsentation als wirksame POS-Trigger: GS1 Germany / YouGov — Kooperationsstudie „Plan- und Spontankauf – FMCG-Einkäufe neu gedacht" (2025). gs1-germany.de

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